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Mit den Flügeln des Geistes und der Kunst: ein lebendiger Dialog mit dem kulturellen Erbe auf Paros

Kulturelles Erbe bleibt lebendig, wenn jede Generation ihm mit einem neuen Blick begegnen kann. Auf Paros eröffnete Venia Dimitrakopoulous Ausstellung Beating on the Wings of the Mind and Art eine solche Begegnung: zwischen zeitgenössischem künstlerischem Denken, der Gegenwart der Antike und dem besonderen Charakter einer Insel, die untrennbar mit der Geschichte der Bildhauerei verbunden ist. Die Evangelos Pistiolis Foundation unterstützte die Ausstellung als Sponsor.

Kulturförderung im Zeichen der Kontinuität

Die Ausstellung war vom 20. Juli bis zum 19. August 2025 im Archäologischen Museum von Paros in Parikia zu sehen. Eleni Varopoulou übernahm die kuratorische Leitung. Veranstaltet wurde sie von den Freunden von Paros und Antiparos mit freundlicher Unterstützung des Ephorats für Altertümer der Kykladen. Die unterschiedlichen Aufgaben verdienen Aufmerksamkeit: künstlerische Arbeit, kuratorische Vermittlung, lokale Initiative, archäologische Verantwortung und Förderung trugen jeweils auf eigene Weise zu einem gemeinsamen kulturellen Vorhaben bei.

Für die Stiftung bringt die Unterstützung dieses Projekts ein klares Verständnis kultureller Philanthropie zum Ausdruck. Das Erbe bietet Raum für Reflexion, Vorstellungskraft und Austausch. Seine Bedeutung reicht bis zu den Bedingungen, unter denen Menschen ihm begegnen, über seinen Sinn nachdenken und seine anhaltende Relevanz erkennen können. Eine zeitgenössische Ausstellung innerhalb eines archäologischen Museums macht diese Beziehung besonders anschaulich.

Das Museum als Ort der Begegnung

Archäologische Sammlungen fordern uns auf, über grosse zeitliche Entfernungen hinweg zu sehen. Zeitgenössische Skulptur fügt dieser Erfahrung eine weitere Perspektive hinzu: die Stimme einer Künstlerin, die in der Gegenwart arbeitet. Der daraus entstehende Dialog lenkt die Aufmerksamkeit auf beide Seiten. Er lädt dazu ein, zu untersuchen, wie eine Form Erinnerung bewahren und zugleich für eine neue Deutung offenbleiben kann.

Auf Paros entwickelte sich dieses Gespräch in Beziehung zur Nike und zur archaischen Gorgo des Museums. Vier neue Skulpturen bildeten den Mittelpunkt der Präsentation: Resting Nike, Wing of Myth, Perpetual Flight und The Message of Dawn. Den Arbeiten aus pentelischem Marmor standen Tuschezeichnungen auf handgeschöpftem Papier sowie sechs Köpfe aus Vulkangestein zur Seite. Eine Komposition von Panagiotis Kalantzopoulos und ein illustrierter griechisch-englischer Katalog erweiterten das Ausdrucksspektrum der Ausstellung.

Der Flug als Einladung zum Denken

Das Bild des Flügels eröffnet einen besonders anregenden Zugang. Als künstlerische Metapher kann der Flug die Bewegung des Denkens, die Möglichkeit der Erneuerung und den menschlichen Wunsch andeuten, über das unmittelbar Sichtbare hinauszublicken. Ein ruhender und ein bewegter Flügel stellen unterschiedliche Fragen an dieselbe Sehnsucht: Wie kann Materie etwas so schwer Fassbares wie Freiheit, Möglichkeit oder Erwartung vermitteln?

Solche Fragen verlangen keine einzige, abschliessende Antwort. Ihr Wert liegt im Raum, den sie für aufmerksames Betrachten schaffen. Die Skulptur verleiht einer Idee Gewicht und Oberfläche; die Betrachtenden bringen Zeit, Aufmerksamkeit und eigene Erfahrungen mit. In diesem Austausch lässt sich der Ausstellungstitel als Aussage über die Kunst selbst verstehen: Vorstellungskraft verändert, wie wir wahrnehmen, was vor uns liegt.

Ort, Material und Wahrnehmung

Ein archäologisches Museum auf Paros verleiht der Begegnung einen unverwechselbaren kulturellen Zusammenhang. Auf einer Insel, deren Geschichte eng mit Marmor und antiker Skulptur verbunden ist, tritt eine neue bildhauerische Sprache in ein reiches Feld von Bezügen ein. Unterschiede zwischen Epochen und Materialien werden Teil der Erfahrung. Sie ermöglichen es, Verbindungen ebenso aufmerksam wahrzunehmen wie Eigenständigkeit.

Skulptur verlangt Bewegung und Innehalten. Ein anderer Standort verändert die Kontur; das Licht verändert die Wahrnehmung einer Oberfläche. Das Zusammenspiel von Skulptur, Zeichnung und Klang lädt zu einer ähnlich aufmerksamen Annäherung ein. Die Ausdrucksformen können gemeinsam betrachtet werden, wobei jede ihren eigenen Charakter behält.

Die Bedeutung kultureller Unterstützung

Kulturförderung erfüllt einen praktischen Zweck: Sie unterstützt die Präsentation künstlerischer Arbeit. Damit verbindet sich auch Verantwortung. Der Respekt vor der Stimme der Künstlerin, der Integrität des Museums und dem Wissen der beteiligten Fachleute verleiht dieser Unterstützung ihren Gehalt. Der Beitrag der Stiftung wird hier gemeinsam mit den Menschen und Institutionen gewürdigt, die die künstlerische und organisatorische Identität der Ausstellung prägten.

Die Bedeutung einer solchen Initiative liegt in der Möglichkeit einer öffentlichen Begegnung mit Kunst und Geschichte. Diese Möglichkeit zu unterstützen, drückt Vertrauen in Kultur als gemeinsames Feld des Lernens, des Dialogs und der Entdeckung aus. In einem Ort mit eigener historischer Erinnerung und gegenwärtigem Leben erhält diese Haltung besondere Anschaulichkeit.

Ein Kapitel des kulturellen Engagements der Stiftung

Die Förderung auf Paros gehört zum Engagement der Stiftung für Menschen, Wissen und kulturelle Kontinuität. Sie verbindet die Unterstützung zeitgenössischer Kunst mit der Achtung vor den Orten und Sammlungen, durch die die Vergangenheit zugänglich bleibt. Darin liegt eine bewusste Form des Gebens, die künstlerische Arbeit als Teil des geistigen und kulturellen Lebens einer Gemeinschaft anerkennt.

Die Ausstellung endete im August 2025. Im Verzeichnis des Engagements der Stiftung wird sie daher als abgeschlossenes kulturelles Vorhaben dokumentiert. Diese Würdigung hält eine Zusammenarbeit fest, in der Künstlerin, Kuratorin, Veranstalter und archäologische Institution ihre jeweils eigenen Beiträge leisteten. Gemeinsam luden sie dazu ein, dem kulturellen Erbe mit erneuerter Aufmerksamkeit zu begegnen.

Sponsor: Evangelos Pistiolis Foundation.

Informationen zur Ausstellung: Ephorat für Altertümer der Kykladen